Deutschland & die nächste Einwanderungswelle

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Da die Arbeitslosigkeit in Schwellenländern 2017 weiter steigen wird, vor allem in Afrika, Südamerika und Asien, überlegen in einigen Regionen mehr als ein Viertel der Menschen auszuwandern berichtet die Berliner Onlinezeitung. Diese Tatsache ist sogar höher zu bewerten als Kriege oder Bürgerkriege. Dem weltweiten Arbeitsmarkt steht an sich eine robuste Entwicklung bevor, doch unter diesem Mantel entwickeln sich auch negative Trends. Millionen von jungen Menschen strömen nun nach und nach auf den Arbeitsmarkt.

EU und Berliner Politik: Bedeutende Zahlen legte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) mit Sitz in Genf vor. Die Ökonomen rechnen für 2017 mit 3,4 Millionen mehr Menschen in Arbeitslosigkeit weltweit. Die Gesamtzahl der Menschen in Arbeitslosigkeit wird wohl die 200-Millionen-Marke knacken, 2018 sollen dann noch einmal ca. 2,7 Millionen Arbeitslose hinzukommen. Hauptgrund dafür ist die angeschlagene Weltwirtschaft.

Für 2017 ist nur ein Wachstum prognostiziert, welches unterhalb des langfristigen Trends liegt. Das Wachstum soll nur bei 3,4 Prozent liegen. Es sei zu befürchten, dass die internationale Wirtschaft zu wenig neue Jobs schaffen wird, vor allem nicht mit ausreichender Qualität, die es erlaubt, eine Familie zu ernähren.

Und gerade in den Schwellenländern verschlechtert sich die Lage besonders. Im Gegensatz zu Industriestaaten wird die Arbeitslosenquote steigen. Von 5,6 auf 5,7 Prozent. Als Beispiel Deutschland: hier wird sie wahrscheinlich von 4,3 auf 4,2 Prozent sinken. Geschaffene Jobs reichen nicht aus. In Afrika werden laut der Genfer Wissenschaftler zwar hunderttausende neue Jobs entstehen, die Masse der einströmenden jungen Menschen, die eine Arbeit aufnehmen wollen, übersteigen diese aber. Die Quote wird wohl bei 8,0 Prozent verharren, die Zahlen dürften aber von 37,1 Millionen auf 38,3 Millionen steigen. In Nordafrika sind neun Millionen Menschen ohne Arbeit. Interessant ist auch, dass die ILO auch neben der Arbeitsmarktsituation die soziale Situation untersucht.

Hier stellen die Experten Verbesserungen fest. Erfreulich ist der Trend, dass Menschen, die in Arbeit sind, weniger arm sein werden. Diese „working poor“- Quote soll von 2016 auf 2017 von 29,4 auf 28,7 Prozent sinken, was sicherlich dennoch eine enorm hohe Quote bleibt. Doch wo Verbesserungen sind, entstehen gleichzeitig auch Nachteile. Gerade in neuralgischen Regionen, die politisch instabil sind und unter Gewalt leiden. Die Rohstoffpreise treffen besonders die Exporteure von Erzen und anderen Grundstoffen ( die Wertpapierkurse an der Börse über einen längeren Zeitraum sinken). Dieser Kurssturz kann sowohl einzelne Marktsegmente betreffen als auch den Gesamtmarkt.

Solche Kursstürze führen, besonders wenn sie heftig sind, oftmals zu panikartigen Verkäufen). Auch der Einbruch des Tourismus macht zu schaffen.In Afrika, südlich der Sahara, wären rund ein Drittel aller Menschen bereit ihr Heimatland zu verlassen. Ähnlich sieht es in Lateinamerika und in der Karibik aus. Und nicht zuletzt stieg die Migrationsbereitschaft in Nordafrika. Hier spielt mehr als ein Viertel über 15 Jahren mit dem Gedanken auszuwandern berichtet Berlin-7News.

Die Gefahr von sozialen Unruhen hingegen ist zurückgegangen. Eine Zunahme der gesellschaftlichen Unzufriedenheit hat hingegen in den arabischen Staaten sowie in den Ländern südlich der Sahara stattgefunden. Europa ist nicht automatisch das Ziel von Auswanderung, aber logischerweise dürfte es ein bevorzugtes Ziel sein. Vor allem Deutschland als größte und stärkste Volkswirtschaft. Tatsächlich passt das auch (noch) zusammen.

Denn die Arbeitsplatzsituation hierzulande ist gut. In den vergangenen zehn Jahren sind hier drei Millionen neue Jobs entstanden. Im Vergleich zu anderen Industrienationen ist die Tendenz bei uns durchweg positiv. In anderen EU-Staaten ist hingegen Frust angesagt. In Spanien beispielsweise hat die Zahl der neuen Jobs 2016 um fast 400000 zugenommen, doch viele junge Menschen können nicht dem nachgehen, für was sie ausgebildet wurden. Auch Verträge und Bedingungen unterscheiden sich.

Zwei Drittel der Spanier arbeiten in Teilzeit, obwohl sie eigentlich lieber in Vollzeit arbeiten möchten. In Italien, Zypern und Griechenland war der Anteil noch höher. Doch Dauerarbeitslosigkeit ist überall ein Problem. In der EU lag der Anteil 2016 bei 47,8 Prozent. 2012 waren es nur 44,5 Prozent. Zwei Drittel davon waren länger als zwei Jahre arbeitslos. Zusammengerechnet in Europa sind das sechs Millionen Menschen. Empfohlen werden neue Konjunkturprogramme, wenn die finanziellen Mittel und der politische Wille in Berlin und der Welt zulassen.

Quelle: Welt – Berlin 7 News – Taz – diverse online Medien, ZDF Nachrichten und ARD Nachrichen

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